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Eisbach-Surfer im Englischen Garten

VG
Eisbach-Surfer im Englischen Garten – Stadtbesucher sollten sich nicht wundern, wenn sie auf Münchens Straßen Personen mit Surfbrettern begegnen: Der Eisbach im Englischen Garten ist der wohl einzige Surfspot mitten in einer Stadt und gehört zu Münchens beliebtesten Touristenattraktionen.

Für Aufsehen sorgt vor allem die „stehende Welle“, die sich an der Prinzregentenstraße auf Höhe des Hauses der Kunst befindet. Hier trifft sich selbst im Winter die Münchner Surfszene unter den Augen vieler Schaulustiger zum Wellenreiten (Anfahrt siehe unten, z.B. U3/U6).

Eisbach, Schwabinger Bach und Eisbach-Surfer

Der Eisbach und der Schwabinger Bach kreuzen sich hier und fließen aneinander vorbei. Den Schwabinger Bach mit seinen großen Liegewiesen nutzt die Münchener Jugend zum sommerlichen Badespaß und als abendliche Partylocation.

Abenteuerlich, beliebt und offiziell verboten, da nicht ganz ungefährlich, ist der Sprung ins kalte Nass des Eisbaches, in dem man sich mehrere hundert Meter bis zur Tivolistraße treiben lassen kann.

Nicht selten vermuten Touristen einen Flashmob, wenn sich hier an der Straßenbahnhaltestelle etliche Jugendliche in Badehose und Bikini einfinden, um mit der Trambahn zwei Stationen zurück zum Anfang des Eisbaches zu fahren.

Das Sitzen auf den Plätzen ist mit nasser Badekleidung verboten! Wer sich nicht dran hält, wird vom Schaffner per Durchsage zum Aufstehen aufgefordert.

Der Einstieg in den Bach liegt unweit der Eisbach-Surfer etwa gute 50 m hinter der ersten Surfwelle und auf keinen Fall vorher, da es unter Wasser Fangstäbe aus Eisen gibt. Achtung: Das Treiben im Eisbach läuft auf eigene Gefahr!

Eisbach-Surfer im kalten Eisbach

Eisbach-Surfer in München
Eisbach-Surfer in München

Der Eisbach ist Teil des künstlich angelegten Bachsystems des Englischen Gartens und gilt mit starker Strömung als stärkster Bach.

Umso größer ist der Wasserwiderstand an der halbmeterhohen Steinstufe, die deutschlandweit Surfer im Sommer wie auch Winter in den Englischen Garten lockt. Allerdings genießt die Eisbachwelle auch international reichlich an Bekanntheit.

2010 surfte Sänger Jack Johnson auf dieser Eisbachwelle. Der Hawaiianer ist für seine Leidenschaft zum Surfsport bekannt.

Perfekt für Einsteiger, die sich die große Welle noch nicht zutrauen, ist die etwa einen Kilometer weiter gelegene kleine Welle. Hier kann man fast unbeobachtet üben, bis man sich an der großen Welle versucht.

Warten auf den Sprung …

Eisbach-Surfer auf dem Sprung
Eisbach-Surfer auf dem Sprung

Links und rechts des Ufers und auch auf der Brücke drängeln sich die Schaulustigen, um einen Blick auf die Eisbach-Surfer zu erhaschen, die mal mit mehr, mal mit weniger Können auf ihren Brettern der Welle trotzen.

Eisbach-Surfer – Applaus willkommen!

Eisbach-Surfer auf der Eisbachwelle
Eisbach-Surfer auf der Eisbachwelle

Hält es jemand besonders lange auf seinem Brett aus, wird er schon mal mit Applaus belohnt!

Kleine Erfrischungen in der Nähe sind bei „Fräulein Grüneis“ erhältlich, einem unter Denkmalschutz stehenden, ehemaligen Toilettenhäuschen, dass zum Kiosk Café mit Bio-Snacks und süßen Überraschungen umgebaut wurde. Das komplett entkernte Gebäude ist beliebter Münchner Treffpunkt. Wer es eleganter mag, gehr in die Goldene Bar auf der Rückseite des Hauses der Kunst.

Tipp

Ein Tipp für ungeübte Surfer: An der großen Eisbachwelle ist die Strömung nicht zu unterschätzen. Rund einen Kilometer dahinter liegt eine kleinere Eisbachwelle mit geringerem Widerstand, die sich ideal zum Üben und Surfen anbietet.

Anfahrt zum Englischen Garten

Öffentliche Verkehrsmittel zentral zum Chinesischen Turm:
Bus: 54 oder 154, Haltestelle Chinesischer Turm
Straßenbahn: Linie 18, Haltestelle Tivolistraße
U-Bahn: U3 oder U6, Haltestelle Giselastraße

In der Nähe:

Englischer Garten München, Haus der Kunst, Bayerisches Nationalmuseum